Sehenswürdigkeiten in Duisburg 
Sehenswürdigkeiten in Duisburg

Sehenswürdigkeiten in Duisburg


Webster Brauhaus

Das Brauhaus Webster steht gegenüber einer Kirche am Dellplatz in Duisburg. Es ist halt noch aus alter Zeit so, wo eine Kirche steht, da ist ein Gasthaus nicht weit. Nach der Messe war es üblich, dass die Männer in die Wirtschaft gingen. Teilweise kam auch die ganze Familie. Unter dem Motto: Heute bleibt die Küche kalt, speisten und tranken die gesamte Familie in dem Brauhaus. Das Webster ist die älteste Gasthaus-Brauerei im Ruhrgebiet. Das Bauhaus besteht seit 1992. Es hat seinen Sitz im Kolpinghaus. Früher waren die Kolpinghäuser ganz besondere Treffpunkte für Wandergesellen. Meist waren es Zimmerleute, die durch das Land wanderten auf der Suche nach Arbeit. Aber heute kommt jeder auch ohne Wanderbuch in die Gaststätte. Der Name Webster kommt von dem Begründer des Brauhauses. Er hieß Weber und wollte seinen Namen etwas abändern. So entstand der Name Webster, der in Duisburg und Umgebung wohl bekannt ist. Die hier gebrauten Biere heissen Blond und Braun. Die Brauerei ist ganz und gar selbstständig und kreiert die Biere logischerweise selbst. Zu besonderen Anlässen werden auch besondere Biere gebraut. Saisonal geprägte Biere sind hier unter anderem Weizen, Maibock oder Märzen. Die Küche ist hier eine gut bürgerliche Küche mit saisonal angepassten Charakter. Der Gast kann also neben dem gut schmeckenden gekühlten Bier liebevoll angerichtete Speisen kosten, die wunderbar auf das Bier der Brauerei abgestimmt sind. Schaut der Gast sich in den Räumlichkeiten um, wird er viel Zubehör aus dem handwerklichen Brauwesen entdecken. Herausragend wirken jedoch die mit einer Kupferschicht überzogenen Maischbottiche, die einen kleinen Einblick in die Braukunst geben. Direkt neben der Gaststätte befindet sich das Duisburger Filmforum. Hier werden ausgewählte Filme vorgeführt. Der Stadtteil, in dem das Brauhaus liegt, gehört zu den sogenannten besseren Wohngegenden von Duisburg. Das zeigen auch die Häusser, die im Gründer- und Jugendstil gehalten sind.


Hüttenwerk Meiderich

Das Hüttenwerk Meiderich gehört der Thyssen Stahl AG. Es ist ein riesiges Industriegelände und liegt im Norden von Duisburg. Direkt am Anfang steht ein Torpedowagen. Das ist ein Transportwagen für flüssiges Eisen. Er sieht aus wie eine riesige Zigarre. In diesen Wagen floss das flüssige Eisen direkt aus dem Hochofen hinein und wurde ins Stahlwerk gefahren. Der Wagen wurde gedreht und das heiße Eisen floss wieder heraus. Das Hüttenwerk war 83 Jahre in Betrieb. In dieser Zeit wurden hier 57 Millionen Tonnen Eisen gekocht. Die Hochöfen waren Tag und Nacht in Betrieb. Am 04.04.1985 war der letzte Abstich. Danach war der Ofen aus, obwohl er noch betriebsbereit war. Der Hochofen ist heute über Treppen begehbar. Er ist 70 Meter hoch. Von Oben hat man eine fantastische Aussicht über das ganze Gelände. Bei gutem Wetter kann der Besucher bis nach Düsseldorf schauen. In der Gießhalle wurde das flüssige Eisen in den Torpedowagen eingefüllt. Auf dem Gelände befindet sich auch ein Gasometer. Heute ist hier ein riesiges Tauchbecken untergebracht. Die Besucher können hier tief tauchen, wie im Meer. 13 Meter tief ist es bis auf den Grund. Dort ist ein Schiff und ein Auto versenkt worden. Auch ein Riff wurde hier eingebaut. Im Hüttenwerk wurde Eisenerz zu Roheisen geschmolzen. Dazu werden Eisenerz, Koks, Kalk und viel Energie benötigt. Im Ofen war eine Hitze von bis zu 2400 Grad. Das wurde auch benötigt, damit alle Stoffe schmelzen, sich verwandeln, trennen oder verbinden. Die Rückstände die entstehen, nennen sich Schlacke. Die Betriebe der Schwerindustrie entstanden überall dort, wo Transportwegen vorhanden waren. Das Ruhrgebiet war da ein idealer Standort. Die Kohle war direkt unter der Erde und musste nur heraus befördert werden. Die Stahlwerke, Hochöfen, Zechen und Kokereien prägten das Bild des Ruhrgebiets. Es gibt viele Gebäude auf dem Gelände des Hüttenwerkes, die heute zu Veranstaltungsorte der unterschiedlichsten Art umgebaut wurden.


Weseler Straße

Die Weseler Straße in Duisburg Marxloh ist eine ganz besondere Straße. Hier ist eine große Auswahl, gute Qualität und günstige Preise für Brautpaare. Es ist die einzige Straße in Deutschland, auf der es so viele Brautgeschäfte gibt. Hier kann wirklich alles für Brautpaare und die gesamte Hochzeitsgesellschaft gekauft werden. Brautkleider, Anzüge für den Bräutigam, glitzernde Abendkleider für die Mütter und Tanten und Kinderkleider und Kinderanzüge in jeder Größe sind hier zu finden. Aber es gibt natürlich auch Geschäfte für Goldschmuck. Natürlich dürfen hier auch Fotogeschäfte nicht fehlen. Auf der ganzen Welt gibt es nirgendwo eine Straße mit so vielen Geschäften, die sich mit dem Thema Hochzeit beschäftigen. Es ist hier fast wie in der Türkei. Viele Türken kommen aus dem gesamten Ruhrgebiet, ja sogar aus ganz Deutschland, hierher. Einige sogar aus dem Ausland, den Niederlanden, Belgien und Frankreich, um hier einzukaufen. Es hat sich überall rumgesprochen. Hier in diesem Viertel wohnen auch sehr viele Türken, aber auch Deutsche. Einigen Deutschen gefällt das, anderen nicht. Aber auch die Türken sind geteilt. Auch hier finden Einige es gut, hier zu wohnen und andere nicht. Manche können gar nicht mehr sagen, ob sie sich deutsch oder türkisch fühlen. Viele sind hier geboren und aufgewachsen. Sie fühlen sich hier zu Hause und als Ruhrgebietler. Früher war es ganz normal, das Menschen aus unterschiedlichen Ländern zusammenlebten. Die Legionäre am Rhein kamen auch von weit her. aus Nordafrika und anderen Ländern rund um das Mittelmeer. Es gab Zeiten, da war in Deutschland so viel Arbeit durch Zechen und anderes, dass die Deutschen es nicht alleine schaffen konnten. Sie holten die Türken nach Deutschland, damit die schwere Arbeit erledigt werden konnte. Die Männer holten ihre Familien ebenfalls nach Deutschland. und es wurden hier Kinder geboren. Aus den Kindern wurden Erwachsene und die heirateten hier und bekamen wiederum Kinder. Diese haben die Deutsche Staatsangehörigkeit und fühlen sich ehr als Deutsche.


Walsumer Brauhaus Urfels

Das Walsumer Brauhaus Urfels liegt in Duisburg in der Nähe der Zeche Walsum. Die Zeche ist noch in Betrieb. Walsum wurde 1975 mit der Stadt Duisburg vereinigt. Das Brauhaus setzt hier einen Kontrast zur Zeche. Trotz der schlechten Luft, der Lagerplätze und Nebeneinrichtung der Zeche können Gäste hier in einer wunderbaren Atmosphäre den Feierabend genießen. Durch das liebevoll gestaltete Parkgelände plätschert ein kleiner Bach. Bei schönen Wetter kann das kühle Bier auch auf der Sonnenterrasse getrunken werden. Das Brauhaus verfügt über einen eigenen Garten. Hier kann der Gast in geselliger Runde quatschen, entspannen oder einfach nur die Seele baumeln lassen. Der Besucher vergisst schnell, dass direkt nebenan das „schwarze Gold“ geborgen wird. In direkter Nähe befindet sich die Firma „Rheinfels-Quelle“. Hier sieht man sich hoch türmende Getränkekisten, Förder- und Aufbereitungsanlagen und die Abfüllanlage der Getränkeproduktion. Das Brauhaus verfügt über ein untergäriges naturtrübes Walsumer Hell und das obergärige mild-malzig Walsumer Dunkel. Das sind die Standardbiere des Hauses. Daneben können zu speziellen Anlässen Bierspezialitäten wie Märzen, Mai Bock, Weizen, Oktoberfestbier oder ein spezielles Bier zu Weihnachten gekostet werden. 1994 wurde das Brauhaus eröffnet. Jedoch ist die Tradition des Bierbrauens in Walsum sehr lang. Walsum und die Brautradition ist seit Jahrhunderten mit dem Johanniter Orden verbunden. Dieser Orden verstand sich schon sehr lange auf das Brauen eines guten Bieres. 1281 kam der Orden in den Besitz der Walsumer Kirche. Die Gräfin Mechthild von Holten schenkte der Kirche den Orden, die Patronatsrechte und die gesamten Besitztümer. In dieser Zeit war eine Bierschenkung üblich. Das Brauhaus Urfels will die Tradition des Bierbrauens noch lange fortführen.


Legoland Discovery Centre

Seit April 2008 können große und kleine Kinder, die sich der Faszination Lego nicht entziehen können, ihrem Hobby auch im Duisburger Innenhafen nachgehen. Das Discovery Centre bietet viele Stationen zum Staunen und Selbermachen an. In diesem Indoor-Park können große und kleine Besucher etwa die Erdbebenfestigkeit ihres Hauses testen und viele weitere technische Phänomene ausprobieren, das Bau- und Testcenter bietet dazu reichlich Gelegenheit. Auch für Erwachsene spannend ist auch das Mini-Land, wo viele Sehenswürdigkeiten des Ruhrgebietes wie etwa der Duisburger Hafen, die Villa Hügel in Essen oder das Gasometer in Mülheim im Kleinformat aufgebaut wurden. Mannshohe Figuren, Tiere und vieles mehr wurden in aufwendiger und geduldiger Kleinarbeit zusammengesetzt. In einem 4D-Kino wird ein interessanter Film mit überraschenden Effekten gezeigt. Auch hier entstanden die Szenen aus Lego-Steinen. Ob in der Galerie der Stars, der Dschungel-Expedition, Piraten oder Prinzessinnen, die einzelnen Stationen mit echtem Wasser und viel Technik bieten jede Menge Raum für Spiel und Spaß. Auch die Fahrt in die Drachenburg, der einzigen Fahrattraktion, lockt die Besucher. Möglich ist auch ein Blick hinter die Kulissen, bei dem die Besucher eine Vorstellung von der Produktion der Lego-Steine bekommen. Zwar bieten die Legoland-Parks noch weitere Attraktionen, Fahrgeschäfte und so weiter, doch gerade das Selbstmachen und Experimentieren lässt die Zeit schnell vergehen, auch bei schlechtem Wetter. Weiterhin besteht die Möglichkeit, sich im Café wieder zu stärken und den Kindergeburtstag hier zu verbringen.


Alter Markt an der Schwanenstraße

Am Alten Markt an der Schwanenstraße fanden Ausgrabungen statt. Heute stehen weiße Stahlträger auf dem Gebiet und zeigen die Umrisse von Häusern, die im Mittelalter hier gestanden haben. 1989 entdeckte man hier die Reste der Königspfalz. Die Franken errichteten am Burgplatz eine kleine Siedlung mit Königshof, Scheinen, Häusern und Ställen. Dann kamen jedoch die Normannen. Normannen waren ein Stamm der Wikinger aus dem Norden. Sie überfielen 883 diese Siedlung. Sie verbrachten dort den Winter und im Frühling zogen sie raubend und plündernd weiter. Der Königshof wurde zur Pfalz ausgebaut. Aus der Pfalz entwickelte sich die mittelalterliche Stadt. Die Fundstücke aus dieser Zeit sind nicht mehr da. Sie wurden in Regalen in feuchten Kellern gelagert und sie sind dadurch beschädigt oder zerstört worden. Früher lag der Alte Markt 5 Meter tiefer und wo jetzt der Innenhafen ist, floss der Rhein. Handelsschiffe kamen dort an. Viele Händler kamen nach Duisburg. Im Mittelalter war die Stadt Duisburg bekannt für den Handel. Bei den Ausgrabungen fand man Knochen, Münzen, Tonscherben und sogar eine Anlage, in der man Glocken gießen konnte. Hier standen die Markthalle und weitere Gebäude. An der Ausgrabungsstelle befindet sich eine Informationstafel. Hier ist ein Ausschnitt des Corputius Plans zu sehen, der die Häuser der damaligen Zeit zeigt. Die Markthalle ist hier an dem Stufendach zu erkennen. Links daneben grenzen 2 Häuser an, die Johannes Corputius mit dem Buchstaben „N“ gekennzeichnet hat. Johannes Corputius ist 1542 geboren worden. 1562 lernt er in Duisburg bei dem Kartografen und Universalgelehrten Gerhard Mercator. 1566 fertigt er den Stadtplan von Duisburg. Am 17.09.1611 stirbt er als Hauptmann von Groningen.


Brauhaus Schacht 4/8

In der früheren Bundesbankfiliale ist heute das Brauhaus Schacht 4/8 untergebracht. Das Gebäude eignet sich sehr gut für einen Gastronomie-Betrieb. Im Duisburger Zentrum steht das Gebäude, dass 1996 /97 gebaut wurde. Noch heute ist die ehemalige repräsentative Gestaltung sichtbar. Hier wurden ganz andere Transaktionen durchgeführt, als in einer kleinen Sparkassenfiliale. Selbst die anderen hier ansässigen Großbanken hatten Respekt vor der staatlichen Finanzpolitik. Für diesen Zweck wurde eine stattliche Aussenansicht und eine gediegene Inneneinrichtung gewählt. Die Duisburger Filiale der Bundesbank wurde geschlossen. Dadurch war der Weg frei und es zog eine Gasthaus Brauerei in das Gebäude ein. Die prächtigen Mamorsäulen sind noch vorhanden. Auch die Holzkassettendecke wurde beibehalten. Aber den Gästen wird voraussichtlich als erstes die Bergbau Geräte und - Ausrüstungen auffallen. Gerade in dieser Region sind die Eisen- und Stahlkochereien, der Bergbau und die Gießereien von großer Bedeutung. Die Arbeiter brachten das dort verdiente Geld teilweise auch in das Brauhaus. Hier treffen sich alle, die ein gutes Bier und gutes Essen zu schätzen wissen. Ein Nebenraum der Gastronomie ist wie ein Streb mit originaler Holzverschalung, Versorgungsleitungen und Grubenlampen ausgestattet. Schacht 4/8 war ursprünglich zwischen 1899 und 1959 ein Teil der Bergwerkanlage Zeche Friedrich Thyssen in Duisburg. Der Name des Brauhauses stammt von der Zeche. Doch in den Räumen ist es nicht schmutzig, dunkel und laut. Im Gegenteil, hier ist es sehr gemütlich und einladend. Die mit einer Kupferschicht überzogenen Kessel erlauben den Besuchern einen kleinen Einblick in die Bierbrauerei. Hier wird das obergärige Bier "Mulvany´s", das hefetrübe "Grubengold", das "Ruhrpott-Pils" und das "Ärwin´s Weizen" die ganze Saison angeboten. Aber natürlich gibt es zu gegebenen Anlässen auch unterschiedliche Bierspezialitäten. Das Essen basiert auf deftigen Speisen.


Museum der Deutschen Binnenschifffahrt und der Schleppdampfer Oscar Huber

Aus einem alten Hallenschwimmbad ist ein modernes Museum der Schifffahrt geworden. In Duisburg Ruhrort liegt dieses Museum. Das Schwimmbad wurde 1908 erbaut. Hier sind Ausstellungsstücke vom Segelschiff bis zum Kettenbagger zu sehen. Die gesamte Geschichte der Schifffahrt wird hier gezeigt. Das frühere Schwimmbecken für Herren beinhaltet heute einen mehr als 100 Jahre alten Lastkahn mit vollen Segeln. Im ehemaligen Becken für Damen ist der Nachbau eines Binnenschiffes zu besichtigen. Dieses Schiff kann besichtigt werden. So bekommt der Besucher ein Gefühl für das Leben auf dem Schiff. Am Hafen von Ruhrort liegt das Museumsschiff "Oskar Huber". Es ist ein Schleppdampfer mit riesigen Schaufelrädern. Die Oskar Huber wurde 1922 erbaut. Circa 40 Jahre lang hat es Kähne geschleppt. Bei jeder Fahrt bis zu 7 Stück schleppte es. Solche Schlepper waren fast 100 Jahre lang auf den Flüssen im Einsatz. Die Oskar Huber ist der einzige Schlepper, der die Zeiten überlebt hat. Die anderen wurden verschrottet. In Duisburg verläuft die Ruhr. Sie ist etwa 219 Kilometer lang. Die Ruhr ist ein Nebenfluss des Rheins. Sie entspringt im Rothaargebirge im Sauerland. Circa 160 Brücken befinden sich über ihr. Sie mündet bei Duisburg Ruhrort in den Rhein. Duisburg ist aufgrund der beiden Flüsse Rhein und Ruhr, die sich in der Nähe befinden, zu einer großen Handelsstadt geworden. Die günstige Lage, die Schifffahrtswege und die Landwege haben dazu beigetragen, die Stadt so beliebt zu machen. Hier gab es Arbeit und viele Firmen siedelten sich hier an. Die Arbeiter wohnten meist in der Nähe der Arbeitsstätte. Daher sind rund um die Häfen viele Wohnsiedlungen entstanden.


Wilhelm Lehmbruck Museum

Das Wilhelm Lehmbruck Museum in Duisburg ist ein Museum der modernen Kunst. Hier sind moderne Skulpturen und Plastiken ausgestellt. Es ist eine bedeutende Sammlung. Das Museum liegt in dem Park der Stadt. Skulpturen sind die Werke eines Bildhauers, der aus festen Stoffen wie Stein, Holz, Metall oder Gips ein künstlerisches Gebilde schafft. Hingegen sind Plastiken Bildwerke aus formbaren Materialien wie Ton, Gips oder Metall. Vor dem Museum steht eine Kunstwerk des Künstlers Wilhelm Lehmbruck. Es zeigt eine kniende Frau. Sie ist ganz versunken und erscheint zerbrechlich. Der Kopf, der Hals, die Arme und die Beine sind länger und dünner als in Wirklichkeit. Im Jahr 1925 stelle die Stadt Duisburg die Bronze-Plastik "Die Kniende" von Wilhelm Lehmbruck im Park auf. Die Bürger mochten sie jedoch nicht. Auch in den Zeitungen waren mehrere Artikel, die darum stritten, ob das Kunst ist oder nicht. So sieht doch keine Frau aus, sagten viele Bürger. Einige Aufgebrachte warfen die Plastik sogar um und zerstörten sie dabei. Ein halbes Jahrhundert später wurde das Werk anerkannt und fand dann im Wilhelm Lehmbruck Museum ein neues Zuhause. Der Künstler Wilhelm Lehmbruck wurde in Duisburg Meiderich geboren. Sein Vater war Bergarbeiter. Sein Vater hatte keinen Sinn für Kunst. Ein Lehrer erkannte das Talent von Wilhelm und half ihm. Er wurde an der Kunstakademie in Düsseldorf aufgenommen. Hier studierte er und wurde neugierig auf die Kunstwerke anderer Künstler. Er bereiste Paris, damit er noch mehr Künstler und deren Kunstwerke kennen lernen konnte. Er arbeitete in Paris. Hier entstand auch "Die Kniende". Wilhelm Lehmbruck wurde nur 38 Jahre alt. Er ist im Jahr 1881 geboren und starb im Jahre 1919. Er zählt aber trotzdem zu den großen Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Das Museum in Duisburg wurde von seinem Sohn Manfred erbaut.


Moschee in Marxloh

Die Moschee in Marxloh ist die größte Moschee Deutschlands. 2008 wurde sie feierlich eröffnet. Die Kuppel der Gebetshalle ist reichlich verziert. Bei der Kuppel der Moschee handelt es sich um eine Halbkugel. Sie ist in blauen und roten Farbtönen gehalten. Von der Decke hängt ein riesiger Leuchter. Er hat einen Durchmesser von 8 Metern. Der Boden ist mit einem dunkelrotem Teppich belegt. Hier können 1400 Gläubige beten. Aber die Moschee soll auch eine Begegnungsstätte sein, eben ein Haus für alle. Hier sollen sich die unterschiedlichen Kulturen treffen können. Deshalb wurden im Untergeschoß Räume dafür eingerichtet und es befindet sich auch ein Restaurant in der Moschee. Es hat eine wunderschöne Terrasse. Die Moschee ist nicht zu übersehen. Die Kuppel ragt 23 Meter in den Himmel. Das Minarett, also der Turm der Moschee, ist 34 Meter hoch. Die Moschee ist noch ganz neu und sehr schön anzusehen. Der Islam ist nach dem Christentum die zweitgrößte Weltreligion. Die Gläubigen heißen Muslime. Der Gott, den sie anbeten, heißt Allah. Das ist das arabische Wort für Gott. Mohamed war der Gesandte Gottes, der Prophet. Die Worte, die er von Gott empfangen hat, wurden im Koran aufgeschrieben. Der Koran ist das heilige Buch der Muslime. Der Islam kennt fünf heilige Pflichten, die jeder Muslime erfüllen muss. Die erste Pflicht ist der Glaube, dass es keinen anderen Gott außer Allah gibt und Mohamed sein Prophet ist. Dann müssen alle Muslime 5 mal am Tag in Richtung Mekka beten. Das ist die heilige Stadt des Islams. Als dritte Pflicht ist das Fasten genannt. Die Vierte ist die Pflicht für Arme zu spenden und die fünfte Pflicht ist eine Pilgerfahrt nach Mekka. Beten können die Gläubigen zu Hause, in der Moschee, auf der Arbeit oder unterwegs. Die Moscheen sind die Häuser, in denen sich die Gläubigen zu einem gemeinsamen Gebet versammeln. Hier beten aber Männer und Frauen getrennt.


Leinpfad Ruhrort

In dem Ortsteil Ruhrort von Duisburg kommt der Besucher nicht an den Museumsschiffen vorbei. Am Rhein steht die Statue von St. Nikolaus. Er ist der Schutzheilige der Schiffer. Hier befindet sich auch der Eisenbahnhafen. Dieses Hafenbecken entstand 1847 für die Eisenbahnfähre nach Homberg auf der anderen Rheinseite. Eine Gedenksäue erinnert an den Freiherrn von Vincke. Er hatte 1815 im Alter von 41 Jahren das Amt des Ruhrschifffahrtsdirektors übernommen. Besonders hat er sich um den Bau des Ruhrorter Inselhafens verdient gemacht. Als Sinnbild für das öffentliche Wohlergehen steht eine Frauengestalt auf der Vincke-Säule. Nach Vincke sind in Ruhrort Straßen und Plätze benannt. Auch der ausgebaute Kanal von Hafenmund zum Nord- und Südhafen trägt den Namen. Zwischen Ruhrort und Homberg ist die erste Rheinbrücke im Jahr 1907 eröffnet worden. Nur die bewohnbaren Brückentürme sind erhalten geblieben. Die alte Rheinbrücke wurde 1945 von deutschen Soldaten gesprengt. die Friedrich Ebert Brücke wurde 1954 eröffnet. Die Brücke ist 625 Meter lang. Am Rhein befindet sich der Leinpfad. Er wurde zur Promenade ausgebaut. Er diente früher dem Ziehen der Lastkähne durch Tiere oder Menschen. An dem Pfad befindet sich heute ein Kinderspielplatz. 8 Schautafeln rund um das Thema Binnenschifffahrt säumen das Ufer bis zu den Museumsschiffen. Der Pegel Ruhrort informiert über den Wasserstand und der Hochwasserwarnungen. Schon im Mittelalter war der Hafen in Ruhrort bekannt. 1716 wurde das erste größere Hafenbecken angelegt. Bis ins 19. Jahrhundert wurde es genutzt. Es war 250 Meter lang und 20 Meter breit. Am Ufer entstanden Lagerhäuser und Umschlagplätze. Hinter den Museumsschiffen ist die Speditionsinsel mit modernen Hydraulikkränen der Erzumschlaganlagen.


Stadtmauer

Von der mittelalterlichen Stadtmauer in Duisburg sind bis heute etliche Teile erhalten. Entlang des Innenhafens ist der am besten erhaltene Teil. Der Koblenzer Turm ist ein hoher Wachturm aus der Zeit um 1300. Er ist ebenfalls bis heute erhalten geblieben. Die Stadtmauer war etwa 2,4 Kilometer lang und hatte 4 Tore und 21 Türme. Duisburg kommt von dem germanischen Begriff Dheus Burch und bedeutet: das Gebiet im Feuchten. Duisburg liegt zwischen Rhein und Ruhr. Sie ist ideal für den Verkehr zu Wasser, aber auch zu Lande. Erhalten sind noch das Stapeltor. Es ist ein Doppeltor und war für Angreifer eine Mausefalle. Das Kuhtor steht im Osten. Im Süden befindet sich das Marientor und im Westen steht das Schwanentor. Die Wassergräben um die Stadt herum waren 7 Meter tief und sieben Meter breit. Das Wasser kam damals aus dem Dickelsbach. Der Rhein war die Grenze zwischen Römern und Germanen. Die linke Rheinseite war römisch und die recht germanisch. In der Nacht des 12. März 1445 griffen da Heer des Erzbischofs von Köln Duisburg an. Sie schlichen von allen Seiten mit schweren Sturmleitern an die Stadtmauer heran. Bevor die Duisburger bereit zur Gegenwehr waren, hatten die Angreifer schon die Leitern an die Mauern gelehnt und waren raufgeklettert. Den ersten Angriff konnten die Duisburger abwehren, doch es kamen immer mehr Soldaten. Die Kirchenglocken schlugen Alarm und auch Kinder und Frauen halfen mit, das Heer des Erzbischofs abzuwehren. Doch im Schutz der Dunkelheit konnten die Angreifer immer wieder sich der Stadtmauer nähern. Dann warfen die Duisburger Feuerbündel auf die Feinde. Sie waren Strohbündel, die in Brand gesetzt wurden. So konnten die Kämpfer die sich nähernden Feinde erkennen. Der Erzbischof war mit seinen gepanzerten Reiter schon bis an die kleine Brücke am Marientor vorgedrungen. Auch hier warfen die Duisburger die Feuerbündel. Die Pferde scheuten und warfen die Reiter des Erzbischofs ab. Daraufhin zogen sich die Angreifer zurück. Seit dieser Zeit wird die kleine Brücke am Marientor Verliererbrücke genannt. Im Duisburger Dialekt heißt sie „Verlörkesbrücke“.


Landschaftspark Duisburg Nord

Auf dem Gelände des ehemaligen Hüttenwerkes ist ein riesiger Landschaftspark geworden. Hier stehen die verschiedensten Gebäude, die heute als Veranstaltungsorte genutzt werden. Der Gasometer ist ein ein Tauchbecken, indem man nach einem Schiff und einem Auto tauchen kann. Ebenfalls ist hier ein Riff entstanden. Auf dem Gelände finden Theateraufführungen, Konzerte und andere Events statt. Die Hallen haben Namen wie Gebläsehalle oder Kraftzentrale. Im Sommer gibt es in der Gießhalle 1 Kinogenuss vom Feinsten. Sie ist mit einer großen Tribüne und einer ausfahrbaren Überdachung ausgestattet. Das ganze Gelände wird nachts angestrahlt. Gerade am Wochenende wird hier alles in rotes, gelbes und blaues Licht getaucht. Auf dem ganzen Gelände wachsen Pflanzen und es gibt viele Blumenwiesen. Hier haben sich mittlerweile mehr als 300 Pflanzenarten und 60 Vogelarten angesiedelt. Im Park befinden sich auch Kletterwände. Die Wände der Erzbunkeranlagen, in denen früher Erz und Koks zum Füttern der Hochöfen lagerten sind so umgebaut worden, dass dort geklettert werden kann. Der Klettergarten im Landschaftspark Duisburg Nord ist der größte Klettergarten Deutschlands. Leider dürfen nur Mitglieder und Gäste des Alpenvereins hier klettern. Informationen erhält der Besucher in der im Landschaftspark befindlichen Geschäftsstelle des Alpenvereins. Es befinden sich auch Spielplätze im Park. Auch ist dort eine Riesenrutsche zu finden. Der Besucher muss hier viel Zeit mitbringen, um alles besichtigen und ausprobieren zu können. Direkt am Anfang findet der Besucher den Torpedowagen. Er brachte das flüssige Eisen ins Stahlwerk. Daneben ist der Wagen, der die anfallende Schlacke auf die Halde fuhr. Auch der ehemalige Hochofen kann besichtigt werden. Er ist 70 Meter hoch und von oben hat man einen wundervollen Blick über das gesamte Gelände und die Umgebung.


Innenstadt Duisburg

Die heidnischen Wikinger eroberten 883 den Ort Thusburg. Auf ihren Drachenbooten führen sie von hier aus bis in die Flüsse Seine und Loire. Mit Thusburg ist die Stadt Duisburg gemeint. Hier in Duisburg steht die Salvatorkirche. Sie ist eine dreischiffige Basilika aus dem 14. Jahrhundert. Die Basilika gehört zum Königshof, der Pfalz. Sie ist mit einem schönen Portal, Denkmälern und Wappenschildern des 16. und 18. Jahrhunderts, einer Renaissancekanzel und dem Mercator-Epitaph ausgestattet. Ein Brunnen vor der Kirche ist dem Duisburger Gerhard Mercator gewidmet. Er war Kartograph und Universalgelehrter. Es sind nur wenige Gebäude erhalten. Die meisten wurden durch Bomben im 2. Weltkrieg zerstört. Eines der erhaltenen Gebäude ist das Rathaus. Es stammt aus dem Jahre 1902. Am alten Markt ist die archäologische Zone. Sie geht bis in die Römerzeit zurück. Funde aus dem 1. Jahrhundert nach Christus sind hier nachgewiesen worden. Ob es eine zivile oder militärische Siedlung war, konnte bisher nicht geklärt werden. Aber die Entdeckung des zentralen Handelsplatzes aus dem 5. Jahrhundert steht fest. Duisburg besitzt den größten Binnenhafen Europas. Vom Steiger Schwanentor aus starten Hafenrundfahrten. Es sind viele bemerkenswerte Gebäude zu sehen. Das Tausend-Fenster-Haus aus den 20er Jahren, die Küppersmühle, die Ruhrorter Schifferbörse, der Eisenbahnhafen und die Reste des Vinckehafens sind nur einige davon. Der Rhein veränderte im 13. Jahrhundert sein Flussbett. Der Hafen versandete. Es blieb nur noch die Ruhr als Haupttransportweg. Seine heutige Gestalt erhielt der Innenhafen im Jahre 1893. Zu dieser Zeit wurde das Hafenbassin erweitert. Im Innenhafen befinden sich Getreidesilos, Speicher, Mühlen und Speditionshallen. Am alten Wehrgang ist die Minoritenkirche sehenswert. Das Kultur- und Stadthistorische Museum gibt Einblicke in die Stadtgeschichte.


Kultur- und Stadthistorische Museum

Das Kultur- und Stadthistorische Museum in Duisburg ist eine umgebaute Getreidemühle. Es ist das Schatzhaus für den Mercator Nachlass. Direkt am Anfang findet man einen fränkischen Totenschädel. Er weist Verletzungen mit dem Schwert an dem rechten Schädelknochen auf. Dies hat zum Tod des Mannes geführt. Er hat ca. im . oder 7. Jahrhundert gelebt. An dem Schädel sind noch weitere Verletzungen zu erkennen, die jedoch verheilt sind. In dem Museum gibt es auch Modelle der Stadt Duisburg, wie sie zur Zeit des Mittelalters ausgesehen hat. Das Mittelalter umfasst den Zeitraum von etwa 500 bis 1500 nach Christi Geburt. In dieser Zeit war das Leben der Menschen stark vom christlichen Glauben geprägt. In dem Museum ist für jeden etwas interessantes. Es zeigt die Geschichte von Duisburg. Die mittelalterliche Geschichte Duisburgs beginnt mit den Franken. Diese errichteten auf dem heutigen Burgplatz einen Königshof mit Häusern, Scheunen und Ställen. Die Normannen überfielen 883 Duisburg. Nach dem Überfall bauten die Duisburger die Siedlung zur Pfalz aus. Daraus entwickelte sich die mittelalterliche Stadt. Durch die beiden Flüsse Rhein und Ruhr wurde Duisburg zu einer bedeutenden Handelsstadt. Um 1200 änderte sich dies aber. Der Rhein floss nach einem Hochwasser nicht wieder zurück in sein altes Flussbett. Er suchte sich ein Neues. Das war ca. 3 Kilometer entfernt. Dadurch lag Duisburg nicht mehr am Rhein. Auf einem kleinen Rheinarm konnten aber noch Schiffe fahren. Doch bald konnten die Schiffe diesen Arm nicht mehr befahren und dadurch verlor Duisburg seine Position als Handelsstadt. Aus der Stadt der Kaufleute wurde eine Stadt der Händler, Handwerker und Bauern. Die Äcker vor der Stadtmauer wurden bewirtschaftet. Das Museum hat auch eine große Sammlung über Gerhard Mercator. Er ist wohl der berühmteste Einwohner der Stadt. Er lebte von 1512 bis 1594. Bekannt wurde er durch den Bau eines zu dieser Zeit größten Globus. Er war Kartograf und Himmelskundler. Geboren wurde er in Belgien, dem damaligen Flandern. Er liegt in der Salvatorkirche mit seiner Frau und einem seiner Söhne in einer Gruft.


Zoo Duisburg

Der Zoo in Duisburg ist einer der Zoos, die in Deutschland sehr groß sind. Er ist in 2 Teilen aufgeteilt. Über eine Landschaftsbrücke gelangt der Besucher von dem einen Teil in den anderen. Unter der Brücke fahren Autos auf der Autobahn. Besondere Aufmerksamkeit hat der Zoo auf die Zucht von Koalas gelegt. Die gibt es nur hier in Duisburg. Wer also diese kleinen australischen Beuteltiere mag, ist im Zoo Duisburg genau richtig. Aber auch die Orinoko-Delfine sind der Stolz des Zoos. Im Delfinarium können die Tiere beobachtet werden. Delfine sind keine Fische, obwohl sie im Wasser leben. Sie gehören zu den Säugetieren. Die Schwanzflossen von Delfinenist waagerecht und wird auf und ab bewegt, damit sich die Tiere fortbewegen. Sie erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 40 km / h. Mit den Rückenflosse und den Brustflossen steuern die Tiere. Das Delfinarium in Duisburg bemüht sich seit vielen Jahren darum, dass das jährliche Massentöten von Delfinen in den Weltmeeren verhindert wird. Sie unterstützen Schutzprojekte. Die vielen verendeten Delfine bei der Fischereiindustrie und die Treibjagden auf die Delfine werden besonders verurteilt. Die brutalen Treibjagden sind momentan ein Thema in den Medien, im Kino und im Internet. Sie werden dadurch den Menschen mit vielen grausamen Bildern bekannt gemacht. Die Tiere werden durch Fischerboote in Buchten getrieben und dort getötet. Das Fleisch wird auf Märkten verkauft. Tagelang ist das Wasser in den Buchten rot gefärbt. Des Weiteren gibt es Baumkängurus, Fossa Schleichkatzen aus Madagaskar und Elefanten im Afrikanum. Es befindet sich auch eine Pinguin- und Robben – Anlage auf dem Gelände. Für Vogelliebhaber ist eine begehbare Vogelvoliere erbaut worden. Der Zoo ist täglich geöffnet. Der aktuelle Tierbestand beträgt insgesamt 2179 Tiere in 274 verschiedenen Arten.


Rund um den Neumarkt in Ruhrort

Auf der Hafenstraße in Duisburg Ruhrort steht das heutige Haniel-Museum. Es wurde 1756 als Packhaus der Firma Haniel erbaut. Der Unternehmer und Firmengründer Franz Haniel hat hier sein ganzes Leben von 1779 bis 1868 verbracht. Zu dieser Zeit begann die Industrialisierung von Schiffbau und Schifffahrt, Bergbau und Kohlehandel. Der Handelsbau hat eine schichte frühklassizistische Fassade und war Wohnhaus, Speicher und Warenumschlagplatz. Von der rückwärtigen Seite des Haniel-Platzes, durch die Zentrale des Haniel Konzerns, ist das Firmenmuseum zu erreichen. Das mittelalterliche Ruhrort lag südlich der Hafenstraße. Früher verlief hier ein Stichkanal. Es entstand eine Siedlung von Schiffern und Fischern. Von der mittelalterlichen Siedlung sind keine Überreste mehr vorhanden. 1905 kam Ruhrort zu Duisburg und verlor seine Selbstständigkeit. Anfang der 1830er Jahren wurde eine typische klassizistische Neustadt geplant. Der Neumarkt sollte den Hauptplatz darstellen. Die evangelische Kirche entstand 1842. 2 Jahre später wurde die Altstädter Kirche abgerissen. Das evangelische Gemeindehaus ist ein auffälliger Jugendstil-Bau. Er wurde aufwendig restauriert. Er dient auch der niederländischen Kirchengemeinde. In der Fabrikstraße wurde bei Straßenbauarbeiten 1985 ein Brunnenschacht entdeckt. Im Jahre 1990 wurde er restauriert. Am St. Maximilian-Platz fährt noch die Straßenbahn. Sie fährt hier seit 1907. Um die Hafenstadt Ruhrort und Homberg zu verbinden, benutzt sie von Anfang an die neue Rheinbrücke. Die Pfarrkirche St. Maximilian ragt mit ihrem Backstein-Turm weit über die Häuser hinweg. Sie ist ein klassizistischer Saalbau aus dem 19. Jahrhundert. Schon 20 Jahre nach ihrer Errichtung war sie zu klein geworden. Es entstand 1869 das dreischiffige Querhaus und der Chorbau im neugotischen Stil. Die Innenausstattung der Kirche ist bemerkenswert. Das Chorgestühl stammt von 1485. Darin sind Monstren und Fabeltiere eingeschnitzt. Eine Heiligenfigur vom St. Nikolaus ist hier zu sehen. Eine wunderbare Weihnachtskrippe von dem Kevelaerer Künstler Jakob Holtmann wird jedes Jahr im Advent hier aufgestellt.


Brauhaus Mattlerhof

1979 entstand hier in Duisburg der Revierpark Mattlerbusch. Der Grundgedanke war, auf einer großen Fläche eine Parkanlage, Ruhezonen, Spielflächen, Sportanlagen und Begegnungszentren für die Bürger zu schaffen. Damit stand auch für die Gastronomie die Tür offen. Ein alter Bauernhof wurde in Mattlerbusch zu dem heutigen Brauhaus Mattlerhof. Er liegt in der Mitte des Revierparks Mattlerbusch. Die Inneneinrichtung des Brauhauses erinnert an viele andere Brauhäuser. Die Kupferkessel sind für die Gäste gut sichtbar. Sie glänzen und geben einen kleinen Einblick in die Braukunst. Jedoch hat Duisburg hier mit dem Revierpark eine große Fläche geschaffen, auf der sich Menschen in verschiedenen Bereichen betätigen können. Die großzügigen Grünanlagen bieten der ganzen Familie Spaß und mit den unterschiedlichen Freizeitmöglichkeiten wird ein Ausflug zum Erlebnis. Doch Mattlerbusch hat noch eine ganz große Besonderheit. Hier im Boden traf man auf stark salzhaltiges Wasser. Daher entstand hier ein Solebad. Aber nicht nur die Schwimmbad-Besucher können von der salzhaltigen Luft profitieren, sondern auch die Spaziergänger. Sie können am Gradierwerk tief einatmen und die feine, vom Salz durchzogene Luft genießen und somit etwas zu ihrer Gesundheit beizutragen. Im Revierpark wurde auch an die Kinder gedacht. Ein kleiner Streichelzoo läßt hier die Kinderherzen höher schlagen. 2001 wurde das Brauhaus neu gestaltet. Das Standartangebot beinhaltet ein untergäriges Bier. Es ist mit einem Pils vergleichbar und wird hier als "Blond" bezeichnet. Daneben erhält der Gast ein obergäriges Bier, das mit einem Alt vergleichbar ist. Dieses trägt die Bezeichnung "Braun". Wer noch immer das Vorurteil über das Ruhrgebiet hat, dass hier nur Zechen und Industrie zu finden ist, die Luft sehr verschmutzt ist, wird hier eines besseren belehrt. Die Überraschung ist bei diesen Besuchern immer sehr groß, wenn sie die wunderbare Landschaft und grüne Natur, gerade entlang der Ruhr erleben.


Hafen Ruhrort

Im Hafen von Ruhrort ist der größte Binnenhafen der Welt. Bei den Museumsschiffen liegt die Abfahrtstelle für die Hafenrundfahrt. Von Deck aus ist es ein ganz besonderes Erlebnis, den Hafen zu entdecken. Der Hafen erstreckt sich über 1.000 Hektar Fläche. Er hat 22 Hafenbecken. Mit den Becken beträgt die Wasserfläche 180 Hektar. Die Uferlänge beträgt 40 Kilometer. 17 Kilometer davon sind mit Gleisanschluss versehen. Fast die Hälfte des Verkehrsaufkommens von 21 Millionen Tonnen machen heute noch Kohle, Erze und Metalle aus. 1901 errichteten die Betreiber des Ruhrorter Hafens ein prachtvolles und sehr repräsentantes Gebäude. Die Schifferbörse hatte die Funktion, Frachtabschlüsse zu vermitteln und Frachtnotierungen festzulegen. Vorher waren die Geschäfte auf der Dammstraße am Hafen und den zahlreichen Schifferkneipen gemacht worden. Die Schifferbörse blieb an Rhein und Ruhr die Einzige in ihrer Art. 1946 brannte das Gebäude ab. In moderner Form wurde es an der gleichen Stelle wieder aufgebaut. Heute befindet sich ein Restaurant in dem Gebäude. Die Museumsschiffe Oscar Huber und Minden sind von April bis Oktober zu besichtigen. Das Schiff Oscar Huber war der letzte Radschleppdampfer auf dem Rhein. Neue Schiffe machten den Einsatz unrentabel. 1966 hatte das Schiff seinen letzten Schleppeinsatz. Erbaut wurde es auf einer Ruhrorter Werft in Jahren 1921 bis 1922. Danach wurde es als Fahrgastschiff genutzt. 1973 bekam die Oscar Huber einen Liegeplatz im Hafenmund. Der Eimerketten-Dampfbagger Minden ist 1882 auf einer Werft in Mainz gebaut worden. Auf der Wester hat die Minden fast 100 Jahre die Fahrrinne freigebaggert. 1979 wurde ihr Betrieb wegen des hohen Energieverbrauchs und der Umweltbelästigung durch Dampf und Lärm eingestellt. Seit 1982 liegt sie im Ruhrorter Hafen.


Innenhafen

In Duisburg gibt es 2 Häfen. Zum Einen der Innenhafen und der andere ist der Duisport in Duisburg Ruhrort. Er ist der größte Binnenhafen der Welt. Wo heute der Innenhafen liegt, floss früher der Rhein. Durch ein Hochwasser hat der Rhein sein damaliges Flussbett verlassen und ca. 3 Kilometer weiter ein neues Flussbett gesucht. Dadurch lag Duisburg nicht mehr am Rhein. Jedoch konnten auf einen Rheinarm noch Schiffe nach Duisburg fahren. Als dieser Arm kein Wasser mehr hatte, verlor Duisburg die Bedeutung als Handelsstadt. Der Rheinarm wurde wieder ausgegraben und die Verbindung zum Rhein wieder hergestellt. Es entstanden der Außenhafen und der Innenhafen. An der Schwanenbrücke besteht die Möglichkeit zum Tretboot fahren. Die Tretboote sind in Form eines Schwans. Jedoch sind diese nicht weiss, sondern rot, gelb und blau. Mit den Tretbooten kann der Innenhafen besichtigt werden. Als der Innenhafen entstand, brauchte man für den Bergbau eine große Menge Holz zum Ausbau der Schächte und Stollen. Daher konnte man im Hafen gute Geschäfte mit Holz machen. Als Holz nicht mehr so begehrt war, wurde mit Getreide gehandelt. Das Getreide kam im Hafen an und wurde in großen Speichergebäude gelagert. Aber auch der Handel mit Getreide ging zurück. Die großen Gebäude standen leer und die Mühlen still. Die Gebäude verwitterten und verfielen. Die Idee "Arbeiten, Wohnen, Kultur und Freizeit am Wasser" erweckte den Hafen zu neuem Leben. Aus den Gebäuden wurden Gaststätten, Museen, Bürohäuser, aber auch neue Wohngebäude entstanden. Die Marina ist heute dort, wo früher Lastkähne mit Gütern anlegten. Hier liegen Motorboote und Jachten. Aus dem alten Hafengebiet ist ein modernes Stadtviertel geworden. Das gesamte Gelände wurde umgestaltet und heute gibt es zahlreiche Attraktionen für die Freizeit.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Duisburg

Bundesland:
Nordrhein-Westfalen

Regierungsbezirk:
Düsseldorf

Landkreis:
Kreisfreie Stadt

Höhe:
33 m ü. NN

Fläche:
232,81 km²

Einwohner:
491.931

Autokennzeichen:
DU

Vorwahl:
0203

Gemeinde-
schlüssel:

05 1 12 000



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